Der Dauerfrost der vergangenen Tage bot den Kameraden der DRK Wasserwacht Bad Salzungen die Möglichkeit, am Kiessee kurzfristig eine Eisrettungsübung durchzuführen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Barchfeld und Oberrohn folgten ebenfalls der Einladung.
Bricht ein Mensch auf einem gefrorenen See ein, ist es entscheidend, dass die Retter genau wissen, wie sie vorgehen müssen. Die letzte Übung dieser Art hatte witterungsbedingt im Jahr 2017 stattgefunden, weshalb das Thema für viele Mitglieder der
Wasserwacht Neuland gewesen sei. Entsprechend groß war der Ausbildungswert.
Für eine realitätsnahe Simulation wurden zwei Öffnungen in die Eisfläche gesägt. In einem der Löcher wurde eine Rettungspuppe mit rund 85 Kilogramm unbeweglicher Masse versenkt. Das zweite Eisloch nutzte Ausbildungsleiter Uwe Hahn, der selbst ins Wasser stieg und die Übung aus der Perspektive eines Verunfallten begleitete. Uwe Hahn ist bei der Wasserwacht Bad Salzungen als technischer Leiter und Ausbilder tätig. Alle Beteiligten übten zudem, wie man sich auf dem Eis bewegt und welche technischen Hilfsmittel zum Einsatz kommen können.
Besonders lehrreich war der direkte Vergleich unterschiedlicher Rettungsmethoden und persönlicher Schutzausrüstung. So wurden auch Verfahren der Feuerwehr vorgestellt, etwa die Eisrettung mithilfe von Steckleitern.
Das DRK hofft, das Gelernte in diesem Winter noch einmal festigen zu können.


